Replika-Baumaterialien werden häufig in prestigeträchtigen Restaurierungsprojekten eingesetzt. Bei solchen Projekten stellen unsere Kunden sehr spezifische Anforderungen, unter anderem hinsichtlich Farbe und Abmessungen…
Ein Beispiel hierfür ist die Restaurierung der ehemaligen Kapelle des Hageveld-Knabenseminars in den Niederlanden. Vorgabe war der Erhalt der authentischen Architektur, die im 19. Jahrhundert von Architekt Jan Stuyt (1868–1934) entworfen wurde. Der Auftraggeber wählte originale Impruneta-Terrakottafliesen für die Kapellenböden und Treppen. Wir stellten sicher, dass die Farben dem historischen Original entsprachen. Auch die Abmessungen der Bodenfliesen waren sehr spezifisch. Daher fertigten unsere Hersteller für dieses Projekt spezielle Gussformen an.
Ein weiteres gelungenes Beispiel für die Verwendung von Terrakotta zur Wiederherstellung des einstigen Glanzes eines historischen Gebäudes ist die Restaurierung und Sanierung des Leipziger Schlosses. Der Schlüssel zu diesem Projekt lag in der Freilegung der verborgenen historischen Elemente des Gebäudes. Hierfür wurde handgefertigte italienische Terrakotta verwendet.
Das Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde unter architektonischer Aufsicht erbaut. Daher prägen Renaissance- und Barockstile das Gebäude. Mehrere Grafen zählten zu den ehemaligen Bewohnern des Schlosses. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Schloss als Zufluchtsort für Flüchtlinge und Waisen. Schließlich ging das Schloss im Jahr 2001 in Privatbesitz über. Die Eigentümer wünschten sich die Restaurierung in seinen ursprünglichen Zustand.
Daher wurde ein Team aus Architekten und Restauratoren beauftragt, das 2001 mit der Erstellung der Restaurierungspläne begann. Auch Historiker waren Teil des Teams. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernahm die Finanzierung der Restaurierung. Historische Dokumente, Zeichnungen und Forschungsergebnisse begleiteten die Restaurierung. Terrecotte Europe wurde im Winter 2018 zu einem Erkundungsbesuch eingeladen. Ziel des Besuchs war die Identifizierung und Bewertung der Burgböden. Die meisten Terrakotta-Fußböden waren noch freigelegt, sodass ihre Herkunft nachvollzogen werden konnte. Mit Fokus auf traditionelle Herstellungsverfahren legte Terrecotte Europe dem Projektteam verschiedene Muster zur Begutachtung vor. Die Bewertung umfasste Kriterien wie Originalität, Qualität, Herstellungsverfahren und Standardisierung. Das Team wählte eine handgefertigte Terrakottafliese mit den Maßen 385 x 385 x 50 mm aus. Nach einer bedauerlichen Verzögerung aufgrund der Covid-Pandemie im Jahr 2019 wurde der Boden schließlich 2021 verlegt.
Terrecotte Europe geht bei der Durchführung von Restaurierungsprojekten wie folgt vor:
1. Erkundungsbesuche zur Identifizierung von Terrakottaböden und Baumaterialien sowie deren Bewertung hinsichtlich Originalität, Qualität, Herstellungsverfahren und Normen;
2. Kontinuierliche Überwachung des Produktionsprozesses, insbesondere von Farbe und Farbstabilität, Oberflächenbeschaffenheit, Rutschfestigkeit, Frostbeständigkeit und Imprägnierung;
3. Erhaltung traditioneller Terrakotta-Herstellungsmethoden bei gleichzeitiger Erzielung des gewünschten Ergebnisses;
4. Optimierung des Projektablaufs durch effiziente und effektive Kommunikation mit dem Kunden.
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